Nach langer Zeit konnten wir zum Jahreswechsel 2010/11 wieder einmal ein Weihnachtsprojekt umsetzen. Angeregt durch die Erfahrungen mit dem GAUI 330 XS soll auf der Basis des MultiWii Copters ein „besserer“ Quadrocopter als der GAUI gebaut werden. Ziel ist es, einen preiswerten Quad mit einer stabileren Fluglageregelung zu bauen, der auch noch "schön" ausschaut.
In den nächsten Tagen und Wochen werden wir hier über die Fortschritte des Projektes "Murkelcopter" berichten, soweit es uns die Zeit erlaubt.
18.12.2010 Bestellung der Motoren und Regler:
Der Antrieb erfolgt mit 4 kleinen Brushless-Motoren. Geplant waren Hacker A20 mit 1100 U/V. Diese sollten zusammen mit den passenden Reglern urspünglich bei Hoellein bestellt werden, waren dort aber leider nicht lieferbar. Und Hacker selbst macht Weihnachtsferien. Daher sind wir kurzfristig auf eine Direktbestellung bei Hobbyking in Hongkong ausgewichen. Es wurden KDA20-28 Motoren und Turnigy 18A Regler bestellt. Die Lieferung sollte per UPS-Express erfolgen und war tatsächlich nach 4 Tagen bei uns – ganz im Gegensatz zu unserer letzten Hobbyking Bestellung im Frühjahr 2010. Diese war fast 3 Monate unterwegs. Es geht also termingerecht um die halbe Welt – und das trotz winterlichem Schneechaos!
19.12.2010 Bestellung der Elektronik Komponenten
Neben den Motoren und Reglern werden ein ARDUINO Mini Pro Controllerboard und ein Nintendo WII + Controller benötigt. Der Arduino wurde bei Watterott bestellt und war innerhalb von 2 Tagen bei uns. Der Wii Controler wurde bei AMAZON bestellt und war ebenfalls nach einem Tag bei uns.
23.12. 2010 - Konstruktion des ersten Rahmens:
Da der Murkelcopter für den Outdoor-Einsatz geplant ist, soll er etwas größer als mein GAUI 330XS werden. Dazu bekommt er einen schönen gefrästen Rahmen. Dieser ist zunächst aus Sperrholz – später nach Abschluß der Erprobung evtl. auch einen aus GfK. Beim GAUI hat zudem das mickrige Fahrwerk nicht überzeugen können. Daher bekommt der Murkelcopter ein paar fest integrierte Landebeine.
Nach drei Abenden war die Version 1 des Rahmens fertig gezeichnet und fertig zum Fräsen. Als CAD Software kam TURBOCAD V16 zum Einsatz.
Dieser wurde dann aus 2mm Flugzeugsperrholz gefräst und montiert. Hier das Ergebnis des ersten Entwurfes:
Das Design ist am Material Sperrholz orientiert und sollte auch eine etwas ruppigere Landung überstehen.

Der gesamte Rahmen wiegt nur 148 gr – und das bei einer „Spannweite“ von 50cm.
Um die Festigkeit des Mittelteils bei harten Landungen zu erhöhen, werden Schrauben vorgesehen. Diese verhindern das "Aufplatzen" der beiden Deckel wenn das Modell härter aufschlägt.
Nach einer ersten Überprüfung sind für Version 2 folgende Verbesserungen am Rahmen des MURKELCOPTER Prototypen vorgesehen:
1. Schrauben ganz an den Holm ran
2. Bohrungen Motor ändern weil die Hongkong-Motren verschiedene Kabelauslässe haben
3. Querspange vorne im Arm einfügen um Verwindungssteifigkeit zu erhöhen
4. Akkufach für 3S vorbereiten, also höher machen
5. Rundes Loch über Landefuß vergrößern
6. Platz im Landefuß für TURNIGY Regler optimieren
Mal sehen wann ich das Redesign schaffe.
Wie der Murkelcopter zu seinem Namen kam...
Tochter kommt in die Bastelbude. Prototyp des ersten Rahmens steht auf dem Tisch.
Tochter: "Was ist denn das für ein murkeliges Ding?"
Vater: "Das ist ein Quadro... äh.. ein Murkelcopter"
Tochter: "Aha"
Und so war der Murkelcopter geboren.
26.12.2010 Baubeginn Elektronik:
Als Lageregelung wird auf die Hard- und Software des MultiWII-Copter Projektes von http://radio-commande.com/international/triwiicopter-design/ zurückgegriffen. Auf der Basis eines Nintendo WII-Contollers und eines ARDUINO-Microcontrollers kann man für ca. 50 EUR eine Lageregelung bauen, die der GAUI-Box (die knapp 200 EUR kostet) überlegen sein soll. Weitere Informationen dazu findet man bei auch im US-Forum RC-Groups in diesem Beitrag.
Als Trägersystem benutze ich eine Platine, die von "Warthox" entworfen wurde und der freundlicherweise die EAGLE-Files zur Verfügung gestellt hat. Daraus habe ich dann eine DXF-Datei zum fräsen erstellt (was aber eine ganze Weile gedauert hat, weil das EAGLE mit einer Unmasse von Fräsparametern arbeitet) und dann diese erste Platine gefräst.
Die DXF-Datei und eine passende G-Code Tabelle stelle ich für alle die eine Fräse haben hier zum Download bereit.
Zum Fräsen der Platinen noch folgende Informationen:
Gefräst wird in vier Durchgängen immer mit 15mm/s auf X/Y und Drehzahl 4 auf der Kress
Zuerst Leiterbahnumrisse mit einem 60Grad Gravierstichel, Z=0,15mm,
Dann mit einem 1,0mm Fräser die Löcher bohren, Z=1,8mm
Nun die 3,2mm Löcher fräsen - wieder mit 1,0mm Fräser, Z=1,8mm
Zum Schluß Platinenkontur fräsen auch hier mit 1,0mm Fräser - dabei Stege setzen nicht vergessen, sonst fliegt einem das Ding um die Ohren!
Das verwendete Material ist Hartpapier und hat eine Dicke von rund 1,53mm (mit einseitiger Kupferauflage)
Auf die Platine werden die Steckerleisten gelötet und die Buchsenleisten, falls man das Arduino-Board zum wechseln haben möchte.
Nachfolgendes Bild zeigt die Anschlußbelegung der Platine:
Die Regler werden an die Anschlüße 9,3,11 und 10 angeschlossen. Der Empfänger an die Anschlüße Throttle (gas) Roll (Quer) Nick (Höhe) und Yaw (Seite). Der Anschluß MODE (Kanal 5) ist nur relvant, wenn ein Nunchuck verbaut wird. (siehe unten)
Der 6-polige Anschluß dient zum Programmieren des Arduino über den USB-Seriell Adapter von Sparkfun. Dabei sind die Pins mit BLK und GRN gekennzeichnet. Die Platine wird mit der Bestückungsseite in Richtung Arduino aufgesteckt.
27.12.2010 Bestücken der ersten Platine
Die nachfolgende Bilderstrecke zeigt die Demontage des original Nintendo WII Motion plus Adapter und den Einbau in die Platine.
Lustige Dreieck-Schrauben sollen Bastler abschrecken? Niemals - auch wir haben einen passenden Schraubenzieher
Vorsichtig öffnen und die Platine herausnehmen. Das ganze ist zusammengeklipst. So schaut es dann aus. Das weiße Flachbandkabel abschneiden und die Reste auslöten. An diese Schnittstelle kommt später mal der Nunchuck. Das bunte Kabel mit dem weißen Stecker kann man mit der Flachzange vorsichtig hochbiegen und abbrechen. Dann die Reste auslöten.
Hier müssen noch die Steckerreste ausgelötet werden. (Heiß machen und mit der Pinzette herausziehen). Anschließend die Kabel nach Plan verlöten. Die Platine wird zur Vibrationshemmung mit einer 3mm Moosgummiplatte von Graupner auf die Platine geklebt.
Beim Anlöten der Kabel an der WM+ Platine auf die Lötaugen unmmittelbar an den Kabeln achten! Kurzschlußgefahr! Alles sehr fummelig und nix für Grobmotoriker. Ein feiner Lötkolben mit kleiner Spitze ist unabdingbar. Hier dann die fertige Platine.
WICHTIG: Die Position der WII-PLatine muß wie abgebildet sein! Sonst stimmen später die Achsen der Regelung nicht. Beachte bitte auch das Bild weiter unten, da ist der Richtungspfeil aufgezeichnet.
29.12.2010 Noch mehr Platinen
Da sich jetzt etliche "Mitbauer" bei uns eingefunden haben, wurde erst einmal eine größere Anzahl Platinen gefräst.
Allerdings ist die Staubentwicklung beim Fräsen doch recht heftig, weshalb erst einmal der Bau einer Absaugung vorrangig bearbeitet werden mußte.
30.12.2010 Überarbeitung des Rahmens
Heute wurde der Rahmen nach den obigen Vorgaben überarbeitet. Dabei wurden alle Rahmenteile erheblich ausgedünnt und die Spannweite um ca. 5cm verringert. Auch das Mittelteil wurde verkleinert und mit weniger Bohrungen - dafür aber passend für die Warthox-Platine versehen.
Nachdem das Zeichnen erledigt war, erfolgte der Export als DXF-Datei und anschließend das Überarbeiten der CAM-Daten mit Radius-Korrektur und dem Setzen der Stege. Das geht mit NC-EASY zwar recht flott, ist aber in Anbetracht der Größe der Platte doch recht zeitraubend.
Aus den Erfahrungen beim ersten Fräsen habe ich diesmal die Platte nicht nur an den Rändern aufgespannt sondern auch an neuralgischen Punkten mit Schrauben im Untergrund fixiert. Damit der Fräser da nicht reinrasselt, sind die Bohrungen auf einem extra Layer in den Fräsdaten eingezeichnet und werden erst mal vorgearbeitet. Dann stoppt die Maschine und geht in Parkposition, das Brett wird festgeschraubt und dann kann weitergefräst werden.
Die neue Absaugung hat sich gut bewährt, kaum Staub und die kleinen Teile der Ausfräsungen wurden auch gleich mit herausgesaugt.
Im Ergebnis sieht es dann so aus:
Nach dem Herauslösen der Teile aus der Platte haben diese noch einem kleinen "Pelz" aus Holzfasern, den man aber mit einer kleinen trockenen Handwaschbürste einfach abbürsten kann.
Die Passgenauigkeit der gefrästen Teile begeistert - und wenn mann die Nasen der Steckungen ein wenig anschleift, kann man die Teile ganz einfach saugend zusammenstecken.
Leider hat sich bei der Überarbeitung ein kleiner Konstruktionsfehler im Bereich des Motorspanntes eingeschlichen, weshalb hier konstruktiv noch ein wenig nachgearbeitet werden muß. Daher hier erst mal Stop nach dem Ausfräsen der Hälfte der Teile.
Also erst mal ein wenig nachsitzen am PC und die kleinen konstruktiven Ungereimtheiten ausbügeln. In Kürze geht es weiter.
31.12.2010 Feinschliff der Konstruktion des Rahmens
Heute wurden die festgestellten Fehler im Motorträger beseitigt und die alle Passungen nochmals überprüft. An einigen neuralgischen Punkten habe ich die Größe der Steckungen um 2/10mm erhöht, um die Teile leichter ineinander stecken zu können.
Danach wurde alles in einer CAM Datei zusammengestellt, um einen kompletten Teilesatz in einem Durchgang fräsen zu können.
Dabei wurde auch die Orientierung einiger Bauteile geändert, um den Faserverlauf der Sperrholzplatte optimal für die Stabilität des Rahmens zu nutzen. Passt jetzt auf ein Brett mit den Abmessungen 250*880mm.
1.1.2011 Großer Frästag
Heute wurde das finale Design zum ersten Mal gefräst und der zur Kontrolle auch der erste Rahmen komplett montiert.
Ganz schön große Platte - ein kompletter Fräsdurchgang dauert knapp 75 Minuten! Dazu kommen dann noch ca. 10 Minuten Rüstzeit.
Die gefrästen Teile wurden dann aus der Platte an den Stegen mit einem Teppichmesser herausgeschnitten, abgebürstet und verschliffen. Alle Stege sind so platziert, da keine Steckungen oder Montageflächen, bei denen zwei Teile aufeinanderstoßen, davon betroffen sind. So ist immer eine optimale Passung garantiert.
Hier der fertige Rahmen und ein paar Detailaufnahmen.
Das Gewicht beträgt jetzt nur noch 138g und es ist durch die Kastenkonstruktion alles erheblich stabiler als bei der ersten Version. Optional wurden noch seitliche Halter für eine Kameraplattform vorgesehen,
Der Motorträge ist jetzt zudem 4fach gelocht, da die verschiedenen Hong-Kong Motoren ihre Kabelauslässe an verschiedenen Stellen haben. Die Landestützen sinde ebenfalls versteift und hier kann dann ein EPP-Klotz als "Landepuffer" eingesetzt werden.
Morgen bekommen die Mitbauer ihre Frästeile und dann geht es weiter mit den Motoren und der Elektronik.
2.1.2011 Framebuilding-Day
Heute war Rahmenbautag. Die gestern gefrästen Teile wurde aus den Platten geschnitten und verputzt. Das ging alles relativ schnell, auch weil viele helfende Hände zugegen waren.
So schaut ein kompletter Teilesatz aus. Das zusammenstecken und verkleben mit dünnflüssigem Sekundenkleber dauert bei gemütlichem Tempo so ca. 30 Minuten. Wie wir feststellen konnten, gibt es zwischen den einzelnen Frames doch Gewichtsunterschiede. Der leichteste Frame war bei 127g der schwerste bei 142g - obwohl alle aus 2mm Birkensperrholz gefräst sind das auch aus der gleichen Quelle (Fa. Zembrod) stammt.
Dann wurde der Prototyp mal ein wenig lackiert - mit Duplicolor aus der Dose. Natürlich in den Farben des Sponsors 
Im Anschluß begann die Vorbereitung der Motoren und Regler zum Einbau. ALs Motoren kommen die KDA20-28 von Hobbyking zum Einsatz. Diese Motoren sind den Hacker-Motoren zum verwechseln ähnlich. Ob die Qualität auch so gut ist? Wir wissen es im Moment nicht, aber wir werden sehen.
Allerdings sind die Motorenkabel nicht verzinnt und auch die beiligenden 3,5mm Stecker scheinen völlig überdimensioniert. Daher wurden erst mal 2mm Goldstecker aus dem Slowflyer-Fundus (Bezug bei Fa. Nessel) verlötet. Die sind erheblich schlanker und reichen hier völlig aus.
Die Löterei hat sich dann bei der Menge an Motoren und Regler doch etwas in dei Länge gezogen. Aber schließlich war es vollbracht.
Und ein Regler durfte auch schon mal im Frame "probewohnen". Passt wunderbar - der Regler bekommt Luft und es hängen vor allem keine Kabel herum.
3.1.2011 Einspielen der WiiCopter Firmware
Heute wurde der Arduino auf der Platine mit der Firmware geladen. Dazu muß zunächst die Arduino Entwicklungsumgebung von der offiziellen Arduino-Webseite heruntergladen und auf dem PC installiert werden.
Dann wird ein passender USB-Adapter benötigt, um die Verbindung zwischen PC und Microcontroller herzustellen. Dazu wird das FTDI-USB-Board von Sparkfun benötigt, das mir aber nicht zur Verfügung stand. Daher mußte eine Alternative gefunden werden.
Da das Arduino-Board einfach über eine serielle Schnittstelle programmiert wird, sollte eigentlich ein beliebiger FTDI-Wandler benutzt werden können. Ich habe daher auf das FRANZIS Lernpaket USB-Experimente zurückgegriffen und die darin enthaltene Platine benutzt. Also flugs ein Adapterkabel gelötet, bei dem VCC, GND, RXD und TXD verbunden sind. Aber leider passiert nix, es ist nicht möglich ein Programm auf den Arduino zu laden.
Nach einem Vergleich der Schaltpläne und einer längeren Recherche auf den verschiedenen Arduino-Seiten wurde dann festgestellt, dass ein Arduino auch ein Reset-Signal auf der DTR-Leitung benötigt. Also auch noch ein fünftes Kabel angelötet und schon funktioniert es! Nun konnte ein passendes Adapterkabel mit DIL-Stecker und Buchsenleiste gebaut werden.
Als nächstes folgt die Programmierung des Microcontrollers. Die Software ist von AlexinParis der diese auf seinen Seiten zum Downlaod anbietet. Dies wird dann in die ARDUINO Entwicklungsumgebung geladen. Um diese auf den Arduino überspielem zu können, muß man zunächst die gewünschte Konfiguration im Porgrammcode aktivieren, im dem man die Auskommentierung entfernt. Dazu in der Sektion /****CONFIGURABLE PARAMETERS****/ die erforderlichen Einträge machen wie z.B. welche Konfiguration des Coptes man fliegen will, die Drehrichtung von YAW usw. Dann den Code compilieren und übertragen. Details wie man das macht, findet man im nachfolgenden Video.
Alle Details zum verwendeten SDK findet man auf den ARDUINO-Seiten.
Ein weiteres Video ist das folgende Programming the Arduino - T-Wii Copter auf Vimeo.
Nachdem die Software auf dem Arduino war, wurde die Multii-Wii Konfigurationsappliktion installiert und dann mit "START" die Datenübertragung gestartet. Es zeigt sich dann folgendes Bild:
Wenn man die Platine bewegt werden die Steuersignale sichtbar. Damit ist alles bereit - die Entmontage des Murkelcopters kann beginnen. Auch wenn das ganze heute deutlich länger als gedacht gedauert hat.
4.1.2011 Endmontage des Murkelcopters
Heute begann die Endmontage des Prototypen des Murkelcopters. Es wurden die Motoren montiert und die Regler installiert. Die Verbindung zwischen Motor und Regler sollte dabei unbedingt steckbar ausgeführt werden. Dies zum einen damit man problemlos die Drehrichtung der Motoren ändern kann, zum anderen damit im Falle eines Falles der Motor davonfliegen kann, ohne den Regler zu zerstören.

Dabei ist aufgefallen, dass die hintere Schraube des Motors nicht mehr erreichbar ist - die untere Aussteifung ist im Weg. Ich habe dann ein Loch gebohrt, um die Schraube festziehen zu können, aber das wird noch im Plan geändert. Die Regler lassen sich problemlos von vorne seitlich in den Rahmen stecken, die Kabel führt man zur Mitte. Unbedingt die Anschlußkabel der Regler beschriften, das macht sich später beim Anschluß der Platine bezahlt.
Dann werden Motoren und Regler miteinander über die Stecker verbunden. (Die 2mm Goldkontaktstecker würde ich nicht mehr verwenden - diese sind recht lang und daher ist es ein ziemliches Gefummel die Kabel zu verbinden. Dann doch lieber die dicken, aber kurzen 3,5mm Stecker nehmen)
Die Kabel der Regler werden paarweise aus dem Loch geführt, auf einem Streifen Platinenmaterial zusammengefasst und verlötet. Anschließend steckt man das Ganze durch das Loch in die Mitte des Rahmens zurück.
Mit 30mm M3 Schrauben werden die beiden Hauptplatten des Rahmens noch miteinander verschraubt. Ob das wirklich nötig ist, weiß ich nicht, aber die entsprechenden Bohrungen sind auf jeden Fall vorhanden.
Vor dem Anschließen der Regler an die Hauptplatine sollte man bei drei von den vier Reglern das BEC abklemmen, damit es hier zu keinen Überraschungen durch BEC-Kurzschluß kommt, Dazu einfach den mittleren Draht aus dem Stecker ziehen, nachdem man mit einer Nadel die kleine Kunststoffnase am Stecker ein wenig angehoben hat. So ist dieser Vorgang reversibel und kann jederzeit rückgängig gemacht werden.
Abschließend wird die Platine montiert und verkabelt. Ein erster kurzer Test läßt alle LEDs aufleuchten und die Motoren kalibrieren sich.
Der Anschluß des Empfängers erfolgt über einen Adapterstecker. Dabei ist ein Kanal voll belegt, also mit Signal, Plus und Masse, Bei den anderen Kanälen ist nur der Signalanschluß herausgeführt. Das reicht, denn die Stromversorgung des Empfängers erfolgt ja über die Platine.
So bleibt die Verkabelung übersichtlich und ein übermäßiges Gewurschtel wird vermieden.
Damit bin ich für heute erst mal fertig. Als nächstes folgt dann die Senderprogrammierung und dann hoffentlich bald erste Testflüge.
5.1.2011 Finale Fassung der Pläne & Fräsdaten 
Hier folgt nun die finale Fassung der Pläne des Murkelcopter-Frame. Diese Version wurde nochmals in Details verbessert, die sich nach dem Montieren des Prototypen des Murkelcopters ergeben haben. So wurde z.B. die Zugänglichkeit der Motorbefestigung verbessert, die Grundplatte des Akkuhalters etwas verkleinert und der Durchmesser der Zentralbohrung der Grundplatte vergrößert. Damit wird die Montage der Komponeten nochmals erleichtert.
Zum Plan: Der Plan ist in 3 Layer unterteilt. Ein Layer für die Befestigungslöcher, ein Layer für Innenkonturen und ein Layer für Außenkonturen. Er enthält alle Bauteile und so kann ein komplettes Murkelcopter-Frame in einem Durchgang gefräst werden (wenn die Platte auf die Fräse passt).
Die Faserrichtung der Sperrholzplatte sollte in Längsrichtung verlaufen, damit die maximale Stabilität des Rahmens erreicht wird. Als Material wurde 2mm Flugzeugsperrholz Birke verwendet. Auf dieses Material hin sind auch die Passungen und Steckungen im Plan ausgelegt.
Das ZIP Archiv enthält die DXF-Datei, die Fräsdaten als G-Code und auch eine PLT-Datei, falls jemand Probleme mit dem Konvertieren der DXF-Daten hat. Ich empfehle aber, wenn immer möglich die DXF Daten als Grundlage für das Fräsen zu benutzen.
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich für die Erstellung und Optimierung des Planes für das Murkelcopterframe rund 32 Stunden Zeit investiert. Gezeichnet wurde mit mit TurboCAD 16 pro. Dazu kommen noch etliche Stunden für diverses "Testfräsen".
Ich würde mich freuen, wenn es ein paar Bilder von der Murkelcoptern der "Nachfräser" gibt.
Weitere Bilder vom Zusammenbau des Rahmens und was dabei zu beachten ist gibt es weiter unten (siehe Eintrag vom 13.2.2011)
6.1.2011 Konfiguration der Systemkomponenten und Erstflug
Heute wurden die Systemkomponenten abschließend konfiguriert und dann konnte der Erstflug erfolgen.
Schritt 1: Konfiguration der Regler
Zuerst prüfen wir die die Einstellungen der Regler. Da wir hier die TURNIGY Regler im Einsatz haben, können wir dazu eine Programmierkarte benutzen, was das ganze erheblich vereinfacht. Damit machen wir dann folgende Einstellungen für jeden Regler:
- Brake off – also Bremse aus
- Akku Typ Lipo
- Cut-Off: Soft Cut (oder wenn möglich sogar No-Cut)
- Cut-Off Voltage: Low – damit haben wir die maximale Sicherheit gegen vorzeitige Abschaltung
- Startmode: Normal – kein Softstart
- Timing High - da wir ja Außenläufer einsetzen
- Governor Mode: Off - kein Heli-Modus, keine Drehzahlregelung!
ACHTUNG: Die Programmierkarte von Turnigy funktioniert nur, wenn KEINE Motoren an den Regler angeschlossen sind. Also erst die Regler programmieren, dann die Motoren anstecken.
Schritt 2: Drehrichtung der Motoren prüfen
Achtung: Nachfolgende Angaben gelten für X-Konfiguration, andere Modi bitte in der Doku von Alex nachschauen.
Motor 3, 9: im Uhrzeigersinn - hier werden später die GAUI B-Propeller montiert
Motor 10,11: gegen Uhrzeigersinn - hier werden später die GAUI A-Propeller montiert
Dazu einen kleinen Klebestreifen an die Motoren machen und Drehrichtung prüfen
WICHTIG: Dann unbedingt nochmal prüfen, ob die Regler wie auf dem Bild angezeigt an der Platine angeschlossen sind! Wenn die Anschlüsse nicht stimmen, fliegt der Copter nicht sonder dreht beim Gasgeben sofort weg und ist nicht mehr zu kontrollieren.
Schritt 3: Programmieren des Senders
Nun folgt das Programmieren des Senders. Dabei legt man am besten die einzelnen Steuerfunktionen auf die Kanäle 1 bis 4 und schreibt sich eine Liste, welche Funktion wo zugewiesen ist, denn leider ist die Benennung der Steuerfunktionen im MultiWii Copter Projekt ein wenig wirr.
| Sender | MultiWii Software | Platine Warthox |
| Quer/Aileron | Roll | Roll |
| Höhe/Elevator | Pitch | Nick |
| Gas/Throttle | Throttle | Thro |
| Seite/Ruder | Yaw | Yaw |
Jetzt die MultiWii-Conf Konfigurationssoftware auf dem PC starten und die Verbindung zum Multicopter herstellen.
In dieser Software kann man nun die Servowege für die vier Steuerfunktionen am rechten oberen Bereich sehen. Dies für jeden Kanal auf dem Sender über die Servowege so einstellen, dass die Pulsdauer bei Minimum 1000 und bei Maximum 2000 beträgt, der Mittelwert muß bei 1500 liegen.
Anmerkung: Wenn man die PID Werte hier ändern will, dann den betreffenden Wert anklicken und dann die Maus bewegen - Wert ändert sich dann. (Beachten Sie dazu auch das Video am Ende des Artikels)
Schritt 4: Einlernen der Senderwege für die Regler
Damit die Regler auch alle gleichmäßig anlaufen, empfiehlt es sich, zum Abschluß noch den Senderweg für die Motorsteuerung allen Reglern einzulernen. Dazu muß die Regler einzeln direkt an den Empfänger anschließen, den Gasknüppel am Sender auf Vollgas, dann Akku anstecken. Es ertönen zwei Pieptöne, dann sofort Gasknüppel auf Aus. Es ertönen wieder einige Pieptöne und zum Schluß ein langer Piepton. Jetzt ist der Regler programmiert. Dieses Prozedere kann man reihum einzeln für alle vier Regler wiederholen.
Man kann aber das ganze auch vereinfachen, indem man mit einem geeigneten Adapter die Anschlüsse aller Regler zusammenfasst und so alle vier Regler auf einmal programmiert.
Auf dem Adapter sind einfach alle 5 Steckkontakte parallel miteinander verbunden.MIt den Kontakten 1 bis 4 werden die Regler angeschlossen, an Kontakt 5 über ein Kabel der Gas-Anschluß des Empfängers.
Schritt5: Abschließender Funktionstest (ohne Propeller!)
Jetzt verkabeln wir das ganze Modell wieder. Dann wird der Akku angeschlossen und dann der USB Adapter an die Platine angeschlossen. Die MultiWii Conf Software starten. COM Schnittstelle auswählen, dann START der Übertragung. Wenn man den Copter bewegt, sollte sich ein Ausschlag auf der Linie zeigen. Wenn man ihn wieder ruhig abstellt, muß die Linie wieder ein Strich sein.
Jetzt die nochmals Senderimpulslänge prüfen (rechts oben). Dazu die Knüppel bewegen und die Werte rechts oben beobachten. Diese müssen zwischen 1000 (minimum) und 2000 (maximum) liegen. Eine Abweichung von 3-6 beim Hin- und Herbewegen ist normal, das ist die Toleranz der Knüppelaggregate.
Schritt6: Fertigmachen zum Erstflug
Es werden die Propeller montiert. Wir verwenden hier die 8 Zoll Propeller von GAUI. Hier bekommt man das komplette Set mit 2 rechts- und 2 linksdrehenden Props für weniger als 12 EUR.
Dann wird der Murkelcoper in der Hand gehalten und mit YAW rechts bei Gasknüppel in Nullstellung die Motoren aktiviert. Dies ist ein Sicherheitsfeature, über das man streiten kann, aber so ist es eben. Dann mal probeweise Gas geben und die Steuerfunktionen prüfen, während man den Copter von unten in der Hand hält. YAW dreht den Copter, PITCH (das hier eigentlich NICK heissen müßte) kippt den Copter nach vorn und hinten, ROLL kippt den Copter zur Seite.
Dabei stellten wir fest, dass die im Quellcode vorgebene Leerlaufdrehzahl von 1300 für Turnigy-Regler viel zu hoch ist. Daher wurde der Wert für MINTHROTTLE auf 1200 reduziert, das Programm neu kompiliert und wieder auf den Arduino übertragen. Das passte dann besser.
Der Murkelcopter ist damit bereit zum Erstflug.
Hier habe ich bei YouTube noch folgendes Informationsvideo von Florian Beubl gefunden. Es zeigt sehr schön, wie das Konfigurieren des MultiWii Copters geht.

6.1.2011 Erstflug
Der Erstflug fand aufgrund von Dauerregen in der leeren Garage statt.
Das Modell war am Anfang praktisch gar nicht in die Luft zu bekommen, bis wir dann beim Lesen des "Kleingedruckten" auf der Webseite von Alex den Punkt "Kalibrieren der Sensoren" fanden. Man sollte also nach dem Anstecken des Akkus erst einmal die Sensoren kalibriren. Dies erfolgt, in dem man bei Gasknüppel unten den Knüppel für YAW nach Links und NICK nach unten bewegt. Am Copter beginnt dann die grüne LED zu blinken und erlischt, wenn die Kalibrierung beendet ist.
Nachtrag 24.1.2011: Das Kalibrieren muß nur einmal gemacht werden, die Werte werden dauerhaft im EEPROM gespeichert. Das manualle Kalibrieren ist auch nur beim Einsatz eines Nunchuk nötig. Der "normale" WM+ wird automatisch nach dem Anstecken des Akkus kalibiriert (bei MultiWii Software Version1.5) - erkennbar am flackern der grünen LED des Arduino-Boards.
7.1.2011 Weitergehende Flugerprobung
Heute wurde im Rahmen des Möglichen (leider nur Garage wegen Dauerregen) noch ein wenig das Flugverhalten des Murkelcopters optimiert. Dies geschieht über das Einstellen der verschiedenen Regelparameter mit der MultiWii-Conf Konfigurationssoftware auf dem PC.
Das ganze wird aber schnell zu einer üblen Rennerei, weshalb nach Abhilfe gesucht wurde. Man hat ja die Möglichkeit, ein serielles LCD an den Copter anzuschließen, und dann über den Sender die Parameter zu verändern. Das ist aber nicht so ganz mein Geschmack, und auch das serielle LCD ist wieder so ein "Spezialbauteil" was man erst bestellen muß. Im Forum von http://www.rc-heli-fan.org/ fand ich dann eine elegantere Lösung: Eine auf dem Arduino basierende MultiWii-Konfigurationsbox. Dieses Teil wurde dann gleich ml gebaut. Näheres dazu in im seperaten Beitrag "MultiWii Copter - Konfigurationsbox"
8.1.2011 Flugerprobung im Freien und Einbau des Nunchuk
Das Wetter ließ heute einige erste Flüge im Freien zu. Allerdings war es sehr windig und dann mußte das ganze wegen plötzlichem Starkregen auch noch vorzeitig abgebrochen werden. Die Konfigurationsbox hat sich auf jeden Fall schon mal bewährt.
Die wichtigesten Erkenntnisse: Das Reduzieren der PID Werte macht den Murkekopter erheblich einfacher zu kontrollieren. Ich fliege jetzt mit folgenden Werten:
Auch das Reduzieren des Parameters "RC Rate" hat die Steuerung erheblich vereinfacht. Für Einsteiger in das Thema "Quadrocopter" empfehle ich daher bis auf weiteres die oben genannten Einstellungen. Zudem ist das Modell mit 2S wesentlich zahmer zu fliegen als mit 3S, also ist auch das eine Überlegung wert.
Bei dem plötzlichen Regenschauer wurde auch die gesamte Elektronik nass. Daher habe ich beschlossen diese mit einem Gehäuse zu versehen. Ein Besuch im örtlichen Haushaltswaren-Fachhandel hat mich dann zur Klickbox Apfel von Fa. Buchsteiner geführt. Kostet 2,95 EUR und passt auf den Rahmen des Murkelcopters wie angegossen. Der Innendurchmesser mit 55mm passt perfekt für die Warthox-Platine. Diese Box kann man übrigens auch ONLINE kaufen.
Und weil jetzt eh die ganze Elektronik abgebaut war, wurde jetzt auch gleich der Nunchuk nachgerüstet. Der ist zwar zum fliegen nicht zwingend nötig, aber das Autoleveling interessiert mich. Also wurde mal gleich ein Nintendo Teil zerlegt.
Nach dem Ablöten der Taster und des Potis liegt dann die nackte Platine vor:
Bei der originalen Nintendo Nunchuk Platine kann man dann Platz sparen, indem man den Teil auf dem der Poti war, absägt. Bei einigen "kompatiblen" Nunchucks kann es aber passieren, dass danach die Platine nicht mehr funktioniert. Also im Zweifelsfalle lieber drann lassen.
Bein Einbau des Nunchuck ist unbedingt auf die richtige Orientierung zu achten, ebenso dass dieser richtig nach Plan verkabelt wird. Die Platine wird im rechten Winkel zur WM+ Platine angeordnet, die Bauteileseite auf der der Joystick war, muß nach oben zeigen!
Mit ein bischen Geduld und doppelseitigen Schaumklebeband kann man die Nunchuk Platine dann noch mit auf den WiiCopter-Platine packen.
Vor dem Einbau wurde nochmal alles am PC auf Funktion getestet.
Dabei wurde der Empfänger angeschlossen und dann das ganze mal von Hand durchprobiert. Die Stromversorgung kann dabei aus dem USB-Kabel erfolgen, es muß allerdings für den Empfänger vorübergehend noch eine Brücke vom USB zum 5V Anschluß gelegt werden, weil ja keine Regler angeschlossen sind.
Eine wichtige Erkenntnis: Wenn der Nunchuk aktivert werden soll, muß auch in diesem Fall eine Kalibrierung der Sensoren erfolgen. D.h. dass künftig die Sensoren einmal in Normalbetrieb und einmal im Schwebemodus kalibriert werden müssen.
Uns so schaut das ganze jetzt mit Apfelbox-Haube aus. Mehr dann nach der nächsten Flugerprobung.
Anmerkung am Rande: Wer irgendwelche Fehler oder sonstige Anmerkungen zu diesem MultiWii-Copter machen möchte, kann dies über die Kommentarfunktion gerne machen.8.1.2011 Flugerprobung mit Nunchuk
Heute leider wieder nur Regen und daher nur eine Flugerprobung in der Garage. Der Nunchuck nach dem Aktivieren ist deutlich spürbar und macht das Modell vor allem für Piloten mit wenig Heli-Erfahrung deutlich leichter steuerbar.
Aus sicherheitsgründen wurde aussen ein paar EPP-Klötze provisorisch befestigt, damit bei Kolisionen mit Hindernissen in der Garage das Modell sich nicht so schnell auf den Kopf drehen kann.
Über einen Schalter auf Kanal 5 kann der Nunchuk aktiviert bzw. deaktiviert werden. Wird er aktiviert, wird auf Roll deutlich weniger Steuerung benötigt. Für erfahrende Helipiloten ist das vielleicht nicht so toll, für mich als Flächenpilot ist es aber sehr hilfreich.
Ich fliege jetzt das Modell nur mit 2S / 2100 Lipo und muß sagen dass das für meine Bedürfnisse erst einmal voll und ganz ausreicht. Später mit mehr Erfahrung werde ich evtl. auch zu 3S wechseln, aber im Moment reichen mir die nicht ganz so rasanten Flugleistungen mit dem kleineren Akku völlig aus.
In wesentlichen ist damit der Bau des Murkelcopters mit MultiWii-Steuerung zunächst einmal abgeschlossen. Geplant ist auf jeden Fall noch der Einbau einer Akku-Überwachung und dann natürlich mal richtiges, längeres Fliegen im Freien. Hoffen wir mal auf besseres Wetter in den kommenden Wochen.
Der Winterurlaub geht zudem heute zu Ende, daher wird es jetzt langsamer vorangehen. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes und spannendes Projekt und ich kann den Bau eines solchen Gerätes nur empfehlen.
10.1.2011 Neue Platinenfräsaktion geplant
Ab sofort sind wieder Arduino Min Pro Baords bei der Fa. Watterott lieferbar. Daher sind einige weitere Murkelcopter- und MultiWii-Copter Mitbauer zu uns gestoßen. Wir planen daher für unsere Mitbauer am kommenden Wochenende (15./16.Januar) nochmal eine Platinenfräsaktion für das WiiCopter-Board (Runde Platine im Warthox-Design). Wir können aber nur eine begrenzte Zahl von Platinen für andere mitfräsen. Wer zuerst kommt, malt also zuerst!
Update 2012: Leider können wir aus zeitlichen Gründen keine Platinen mehr für andere Modellbauer fräsen.
13.1.2011 Zum Thema Controllerplatine und Stromversorgung
Wegen der vielen Fragen nochmal folgede Informationen:
Nackte Platine
Wenn man die Platine fertig bestückt und den Controller mit Software bespielt hat, empfiehlt es sich, die Platine zu testen. Dazu diese einfach mit dem FTDI-Kabel zum PC verbinden und die MultiWii-Config-Software starten. Stromversorgung der Platine erfolgt vom PC.
Nackte Platine mit Empfänger
Wenn an der nackten Platine ein Empfänger angeschlossen ist, so wird dieser nicht vom PC mit Strom versorgt. Grund ist darin, dass der Empfänger im Normalfall seinen Strom aus dem BEC eines Reglers bekommt. Will man hier trotzdem testen, dann einfach mit einem Laborkabel mit Klemme eine Verbindung vom VCC Pin der FTDI-Platine zu einem der +5V-Pins der Reglersteckplätze führen. Dann wird auch der Empfänger mit Strom aus dem PC versorgt.
Voll verkabelte Platine
Ist die Platine im Copter verbaut und voll verkabelt, so ist es NICHT nötig den Antriebsakku anzuschließen, wenn man z.B. Einstellungen am Copter über das Konfigurationsprogramm machen möchte. Es reicht, das FTDI-Kabel anzuschließen. Dieses Versorgt die Platine und die Sensoren.
ACHTUNG: Wenn man einen voll verkabelten MultiWii Copter mit dem angeschlossenem Akku mit dem FTDI Kabel verbindet, kann es vorkommen, dass ein Reset des Arduino Boards ausgelöst wird. Dabei können die Motoren kurz anlaufen! Deshalb beim Anschluß des PC an den Copter immer den Akku abklemmen!
Anschluß der MultiWii Konfigurationsbox
Wenn die MutiWii Konfigurationsbox angeschlossen wird, so wird diese im Normalfall aus der Copter-Platine mit Strom versorgt. Deshalb MUSS in diesem Fall der Akku des Copters angeschlossen sein. Die Regler versorgen den Empfänger mit Strom und man kann alle relevanen Parameter anschauen und bearbeiten.
Alternativ kann man auch die Konfigurationsbox mit Strom versorgen und über diese dann die Copterplatine. Der Antriebsakku bleibt dann abgeklemmt. Allerdings bekommt in diesem Fall der Empfänger keine Spannung und ist daher funktionslos.
14.1.2011 Welcher Empfänger für eine MultiWii-Copter?
Im Rahmen der Platinenfräsaktion kam wieder die Frage nach geeigneten Empfängern für die MultiWii-Platine auf. Hier ist zu sagen, dass grundsätzlich jeder "normale" RC-Empfänger mit 4 Kanälen geeignet ist. Dabei ist es egal, ob 35MHz, 40MHz oder 2,4GHz. Ein spezieller Empfänger mit "Summensignal" wie dies bei vielen anderen (kommerziellen) Quadrocoptern nötig ist, wird bei der MultiWii Elektronik NICHT benötigt! Die einzelnen Kanäle werden ganz normal mit der Platine verbunden, wobei es genügt, von Kanal1 alle Anschlüsse vom Empfänger zur Platine zu führen, von den restlichen 3 Kanälen dann einfach nur noch die Impulsanschlüsse. So kommt man mit 2 Servoverlängerungen (insgesamt also 6 Leitungen) aus.
Wer übrigens die Empfängeranschlüße auf der Platine mit Steckbuchsen statt Steckerleisten versieht, kann seinen Empfänger - passende Lage der Anschlüsse vorausgesetzt - einfach direkt auf die Platine aufstecken. Passendes Bild reichen wir bei Gelegenheit nach.
15.1.2011 Erstes längeres Fliegen im Freien
Heute konnte der Murkelcopter zum ersten Male ausgiebig im Freien geflogen werden. Dabei konnte festgestellt werden, dass bei aktiviertem Nunchuk der Copter deutlich weniger wendig ist. Für Kameraflüge etc. ist das ganz nett, auch für Fluganfänger mit einem Quadrocopter ist er sicher hilfreich, aber alle Piloten die Heli-Erfahung haben, können eigentlich getrost darauf verzichten.
Der Nunchuk ist also ganz klar als "Sonderzubehör" zu betrachten.
16.1.2011 Fliegen bei Sonnenschein
Heute war fliegen vom Nachmittag bis zur Dunkelheit angesagt. Dabei wurde mit 2S und 3S geflogen. Im Freien sind doch 3S deutlich besser als 2S weil der Murkelcopter agiler wird und auch mehr Reserven hat. Im Vergleich zum GAUI 330 XS ist der Murkelcopter um einiges leistungsfähiger, er hat allerdings auch stärkere Motoren!
Durch den Blitz des Fotoapparates ist der Copter auf dem Foto gut zu sehen, der Realität war es eher bescheiden. Da müssen also bei passender Gelegenheit ein paar LED's dran.
18.1.2011 Verbaute Komponenten des Murkelcopters
Auf vielfachen Wunsch hier die Auflistung der im Murkelcopter verbauten Komponenten.
- Motoren: KDA20-28M (Hobbyking) Motor mit 1050Kv
- Luftschrauben: GAUI 8Zoll Set (Mamo-Modell)
- Regler: TURNIGY Plush 18A (Hobbyking)
- Akku: Kokam 2s2100 oder 3s2100 (Hoellein)
- WiiMotion Plus: Original Nintendo (war bei Amazon auch nur 3 EUR teurer als eine Kopie)
- Nunchuk: Original Nintendo (auch von Amazon)
- Controller: Arduino Mini Pro 5V/16MHz (Watterott)
- Empfänger: JETI 5 Kanal (Hoellein)
Die Verkabelung der Regler zum Akku ist mit 2,5qm Kabel gemacht, weil da im Worst-Case auch knapp 40A fließen können (pro Motor ca. 10 A bei 3S). Mein Stecker ist ein grüner Multiplex-Stecker, der mit dieser Strombelastung zugegebenermaßen am Limit ist.
19.1.2011 Nachtrag zur Platinenfräsaktion
Wir haben erheblich mehr Bestellungen/Überweisungen bekommen als zunächst bei der ersten Umfrage genannt wurden. Daher reicht die Anzahl der am letzten Wochenende gefrästen Platinen nicht aus, um allen Interessenten sofort eine Platine zu senden. Es wird eine letzte Fräsaktion geben sobald die neue Lieferung von Basismaterial eingetroffen ist. Einen genauen Termin können wir nicht nennen, aber es soll möglichst bald sein. Wir werden allen Bestellern und Interessenten eine Mail senden, sobald wir genaueres sagen können.
22.1.2011 Erster Nachbau in der Luft
Heute kam der erste - mir bekannte - Nachbau des Murkelcopters in die Luft. Rayko absolvierte erfolgreich seinen Erstflug. Hier ein Bild:
Ich bekomme eine Menge Fragen und die Antworten pflege ich soweit möglich, im Text an einer passenden Stelle ein. Daher sind noch eine Menge Details ergänzt worden. Ich bitte also die Leser, auch mal den ganzen Artikel in seinen älteren Abschnitten hin und wieder mal zu überfliegen.
23.1.2011 Vorläufiger Abschluß der Platinenfräsaktion
Da wir auch noch was anderes machen wollen als nur Platinen zu fräsen, haben wir heute bis weiteres auf die letzten Platinen gefräst. Die bekannten Interessenten wurden per Email informiert. Da die noch vorhandenen Platinen praktisch weg sind, ist jetzt erst mal Schluß.
Falls wir wieder mal Platinen haben, werden wir es hier kund tun.
29.1.2011 Update der Platinen DXF-Daten
Da einige Leute Probleme mit dem Import der DXF-Daten der Platine in Ihre CAM-Software hatten, gibt es einen Update des ZIP-File der Platinendaten. Hier ist jetzt zum einen die Datei als DXF aber auch als PLT enthalten, zudem ist jetzt auch die kleine Adapterplatine für die Regler mit dabei. Der Download erfolgt weiterhin über den Knopf weiter oben im Text.
30.1.2011 Fräsaktion Murkelcopter-Rahmen geplant
Auf vielfachen Wunsch haben wir eine Fräsaktion mit den aktuellen Daten des Murkelcopter-Rahmens geplant. Wir werden hier nochmal einige Rahmen aus 2mm Birkenflugzeugsperrholz fräsen.
Zuerst werden die Löcher für die Halteschrauben gebohrt, dann die Platte aufgeschraubt und anschließend alles durchgefräst. Zum Schluß liegt eine Platte mit allen Teilen vor. Die Teile können dann mit einem scharfen Messer herausgetrennt und verputzt werden.
Update 2012: Aus zeitlichen Gründen können wir leider keine Rahmen mehr für andere Modellbauer fräsen. Wer einen braucht, sollte sich mit den Fräsdaten an einen Bekannten wenden, der eine CNC Fräse hat.
21.4.2011 Diverse Korrekturen und Ergänzungen
Es wurde der Fehler in der Platinenbeschriftung behoben und diverse Ergänzungen an den Beschreibungen vorgenommen.
Wichtiger Hinweis für die Verbindung Motor-Regler: Wir mussten leider feststellen, dass die bei den Hongkong-Motoren mitgelieferten 3,5mm Goldstecker teilweise erhebliche Toleranzen aufweisen und nicht wirklich fest stecken. Folge ist ein Wackelkontakt der zu stotternden Motoren und damit auch zu unkontrollierbarem Flugverhalten führt. Also im Zweifelsfalle unbedingt die Verbindungen zwischen Motor und Regler prüfen.
27.4.2011 Weitere Ergänzungen
Bitte die zusätzlichen Hinweise zur Konfiguration der Regler und deren Anschluß beachten.
22.5.2011 Murkelcopter-Rahmen Materialauswahl
Hier einige Informationen zu "alternativen" Materialien für den Murkelcopter-Rahmen. Das originale Design ist für 2mm Flugzeugsperrholz entwickelt und ist bei Verwendung eines hochwertigen 2mm Birkensperrholz sehr robust - wenn man die Faserrichtung der Frästeile richtig wählt. Die Teile im Plan sind so positioniert, dass beim Faserverlauf in Längsrichtung die Teile hinterher einen sehr belastbaren Rahmen abgeben. Wenn man diesen aus 10m Höhe durchsacken lässt, dann ist er natürlich hin, aber sonst verträgt er sehr viel.
Einige Leute haben nun Rahmen aus 3mm Sperrholz gebaut. Nun ja, das kann man machen, aber das Modell wird sehr schwer wenn man ein hochwertiges Birkensperrholz benutzt (Von Buchensperrholz raten wir ab, das ist zu spröde). 3mm Pappelsperrholz geht gar nicht, ist definitiv zu weich und in der Regel auch nur 3lagig.
Dann hat uns Werner Stratmann noch eine schöne 3D Animation des Murkelcoper Rahmens gesendet. Das ganze ist ein PDF, welches man herunterladen muß und in dem man dann durch Anklicken den Rahmen frei drehen kann.

Wer den Murkelcopter-Rahmen aus GfK fräsen will, dem empfehlen wir die Verwendung von 1mm Material. Stabilitätsmäßig reicht das völlig und auch das Gewicht bleibt so akzeptabel. Auch für CfK reicht 1mm Material völlig. Allerdings muß in diesem Fall die DXF Daten so abgeändert werden, dass alle Aussparungen für die Steckungen von 2mm auf 1mm reduziert werden. Dabei 0,2mm Übermaß nicht vergessen, sonst lassen sich die Teile hinterher nicht zusammenstecken.
28.1.2012 Informationen zur MultiWii-Software
Der Murkelcopter in der Ur-Version flog mit der Version 1.5 stable der MultiWii Software. Diese Software wurde in den letzten 12 Monaten erheblich weiterentwickelt. Aktuell ist die Version 1.9. Ein Update unseres Murkelcopters ist geplant. Sobald die neue Software im Einsatz ist, werden wir berichten.
Nachtrag: Die MultiWii Software Version 1.9 kann nur mit dem Arduino SDK Version 0.23 oder 0.22 kompiliert werden. Das neue Arduino 1.0 SDK hat geänderte Serielle Routinen und es kommt daher zu einer Fehlermeldung.
Die Linksammlung
Mittlerweile (Stand Januar 2012) gibt es eine Unmenge Artikel und Informationen zum Thema MultiWii auch in deutscher Sprache. Einfach mal nach "MultiWii" oder "WiiCopter" googeln.
Die original Linksammlung habe gelöscht, weil die Informationen größtenteils veraltet sind.


















































































Kommentare
Viele Grüsse und Daumen hoch...
Thomas
Ich sehe gerade das Du meine Absaugung verwendest. Das war mein erstes Selbstkonstruie rtes Werkstück. Leider noch nicht so perfekt.
Meine ist leider schon wieder kaputt gegangen, da sich ein Stück Holz drin verkeilt hat.
Schau mal in den dazugehörigen Thread. dort findest Du Daten für eine bessere Absaugung.
Dein Rahmen gefällt mir sehr. Ich werde ihn mir auch fräsen.
Respekt, tolle konstruktion und tolle Website.
Gruß, Heiko
habe im rc-heli-fan.org Thread (MWC) Dein Parameter-Einstellungs-Video empfohlen, hoffe auf Dein Einverständnis.
Übrigens Dein Murkelkopter-TUT ist auch für Noobs (wie ich einer bin) gut nach zu vollziehen, danke.
Gruß
Marco
na egal, wenn das Video nicht von Dir ist, in der heutigen Zeit kommt es darauf an, die RICHTIGEN und GUTEN infos im Netz zu finden, und weiter zu vermitteln, wollte DIr nur sagen, dass Du das janz jut machs. Hast das Lob also doch verdient.
erstens muß ich sagen: saubere Arbeit !!!
Eine Frage hab ich noch. Wenn die Beschleunigungs sensoren des Nunchuck verwendet wird dann muss Kalibriert werden.
Wie und was genau muß dabei gemacht werden. Mich iritiert ein wenig die Beschreibund dass es eine kalibrierung für Schwebe- und Normalflug gibt.
Gruss und Danke,
Georg.
das ist ganz einfach, da wir den NK über den schalter haben. Kalibriert man so.
Sender an, akku anschließen, Knüppel vom Linken Hebel nach links unten (fängt an zu blinken) wenn dies aus ist, dann wurde ohne NK kalibriert. Dann NK dazu schalten und wiederholen und schon sind alles sensoren Kalibriert.
ist es zwingend notwendig den NK abschaltbar zu haben?
Können nicht alles Sensoren gleichzeitig kalibriert werden?
Gruß,
Georg.
Kann man euren gefrästen Rahmen auch irgendwo käuflich erwerben? Mir gefällt das Konzept ausnehmend gut...
Lg.,
Peter
Erst mal danke für die Verlinkung meiner Seite und meines Videos hab heute noch ein weiteres gemacht. Software Upload http://www.youtube.com/watch?v=fQ0xP5puDG4
jetzt wird es aber langsam ekelig mit Dir, Du beantwortest mir Fragen, die ich noch gar nicht gestellt habe (siehe Ergänzung vom 13.01.). Einfach super, danke!
Gruß
Marco
super Seite kann ich nur sagen!
Aber ich wollte mal die DXF Datei download. Geht auch.
Aber mit der DXF Datei scheint irgendwas nicht zu stimmen, ich bekomme sie mit keinem Programm geöffnet nur mit dem Texteditor.
Kannst Du das noch mals prüfen. Danke !
Gruß
Norbert
ich lade die DXF Dateien mit Corel dann geht es!! Hat sich also erledigt.
Gruß
Norbert
Was für ein Programm benutzt Du um die Datei zu öffnen?
das Prog. liest sonst alle Acad Dxfs.
Mit Corel ging alles problemlos.
Die Daten von Florian gehen bei mir auch...
http://dl.dropbox.com/u/6870882/Frame7K_5_public-test.dxf
danke für Eure Hilfe. Das mit den unterschiedlich en DXF ist ja bekannt. Die Datei von Florian wird geladen.
Gruß
Norbert
habe seit Tagen Probleme meinen Copter in die Luft zu kriegen.
immer der Motor, welcher über PIN 11 angesteuert wird, hat ca 200 Punkte weniger als die anderen....
Falls Du mir dazu was sagen kannst, wäre ich sehr dankbar.
Wollte Dir folgenden Hinweis geben:
Du hast geschrieben:
....."Kalibrieren der Sensoren" fanden. Man sollte also nach dem Anstecken des Akkus erst einmal die Sensoren kalibriren. Dies erfolgt, in dem man bei Gasknüppel unten den Knüppel für YAW nach Links und NICK nach unten bewegt. Am Copter beginnt dann die grüne LED zu blinken und erlischt, wenn die Kalibrierung beendet ist.
Die Kali scheint nur nötig zu sein, wenn ein Nunchuk verbaut ist, das Einstellen von nur M+ erfolgt bei jedem Anschliessen des Akkus (grüne LED blinkt) automatisch.
Gruß
Marco
habe endlich meinen Copter im Griff, als Noob ist es schwer, mit den PID-Parametern zu hantieren, vielleicht kannst Du dazu ein Bil-Manual auf Deiner Seite einpflegen?
Wäre Dir sehr dankbar.
Gruß
Marco
Beim Uploaden blinkt IMMER nur die Transmit - LED, die Receive bleibt IMMER dunkel! Hab schon mit der Baudrate gespielt, DTR auf low gelegt, CTS auf low, DTR mit dem Arduino durchverbunden, RX/TX vertauscht, NICHTS _ NADA! Ich bin mit meinem Latein schön langsam am Ende - hat vielleicht voe euch jemand eine Idee?
Für jeden Rat dankbar,
Peter
Ich wollte mich auf diesem Weg nochmal für die gefrästen Platinen bedanken. Wirklich super das wir solche "Baumaterialien" bekommen
konnten.
Gruß
Robert
Habe von Watterot das original FTDI Sparkfun Board besorgt und voilá - alles funktioniert!!! ! :bounce: :bounce: :bounce:
Der einzige Unterschied den ich erkennen kann ist das CTS - DTR am neuen Board mit verbunden werden....
Jetzt kanns endlich ans weiterbauen gehen....
Danke für die Hilfe,
Peter
DANKE!! für diese tolle Seite / fräsdaten / infos !!
Hab heut mal den chip mit usb adapter und Sperrholzplatte n bestellt :)
Ich denke ich fräse diese woche noch den Rahmen ( habe auch eine fräse ) :) werde den quadrocopter für FPV nutzen :) falls du bilder willst kann ich dir gerne welche schicken :)
Gruß
FPV ist natürlich auch super-interessant. Wenn ich meinen Copter mal sicher beherrsche werde ich mir das vielleicht auch mal anschauen...
Gruß
in etwar si wie einen koaxial Heli
Und da muss ich noch ein wenig üben
eine frage:
>Kanäle werden ganz normal mit der Platine verbunden, wobei es genügt, von Kanal1 alle Anschlüsse vom Empfänger zur Platine zu führen, von den restlichen 3 Kanälen dann einfach nur noch die Impulsanschlüss e. So kommt man mit 2 Servoverlängeru ngen (insgesamt also 6 Leitungen) aus.
wo gibt es solche 'einzellen' stecker und passende zange?
p.s. entschuldigung fuer mein deutsch (ist nicht meine muttersprache ;-))
Alternativ einfach die Kontakte aus dem Plastik friemeln und dann mit Schrupfschlauch isolieren
Projekt echt klasse, hier ist der Modellbauer (Elektroniker) gefordert, kein "Fernost-ARF) - weiter so ! Dokumentation perfekt !
Gratulation und Danke an Wolfram und seine Mitstreiter !
GPS-Ergänzung angedacht ?
es gibt aber ein anderes schönes Projekt bei dem mehr Sensoren möglich sind. Arducopter ich werde aber erst mal beim WII-Copter bleiben da es ein echtes Fungerät ist.
Plane gerade einen WII3Copter http://myhangar.de/modelle/multiwiicopter/mh3copter-projektstart/1029/
Aber Du wirst doch schnell einen neuen bauen, der bestimmt noch besser als der erste fliegt. Micht umsonst heißt es ja ModellBAU!
Hier ein Video des Erstfluges meines WiiCopter:
http://www.rcmovie.de/video/2567f5b99bd3f58f22a4/Erstflug-MultiWiiCopter
Viele Grüße
Matthias
Zunächst mal: Super Projekt und astreine Umsetzung! ( Und natürlich auch mein Beileid zum 1. ernsten Absturz :-(
Meine Frage: Da ich selbst wohl nicht fräsen kann: Wird es irgendwann noch eine Fräs-Aktion geben bei der man sich gegen bares beteiligen könnte?
Weiter so und Daumen hoch!
http://www.rcmovie.de/video/2e47c402deeee25bba1a/MultiWiiCopter-in-der-Halle
In HD unter http://www.youtube.com/watch?v=SZEf7QdQvw8
hab erst gerade vom Schicksal Deines "Murkel´s" erfahren - schade !
Negative Erahrungen beim Experimentalbau gehören dazu - auch wenn´s weh tut !
Nähere Details über PN.
Gruss Hans-Peter
Joah sowas passiert eben. Aber da zum Glück nur der rahmen kaputt ging ist es nicht so schlimm wie es aussieht ;)
@ Markus
Ich denke wenn du eine e-mail schreibst wirst auch ein bekommen. Wir haben noch einige gefräst.
An alle: Die Beantwortung der Mails dauert. Da wir unter der Woche auch arbeiten müssen. Vorallem der Wolfram hat da nur am we Zeit ;)
Bis denne und danke für euer Interesse
ich habe deinen absturz gesehen. eventuell hilft dir ein hinweise...
ich habe seit die motion plus auf dem markt ist damit experimentiert als ersatz für die sonst sehr teuren gyros. bei meinen tests ist es gelegentlich vorgekommen das der i2c-bus nicht mehr aus dem ack-state herausgekommen. ohne jetzt die quellen angesehen zu haben, kann das bei nichtberücksich tigung eines timeouts hierfür problematisch sein. wird der i2c über bitbang gemacht, dann steht dir der ganze prozessor weil er auf ein ack wartet. wird das über den hardware-spi gemacht, dann steht die spi. wenn eine korrektur nicht mehr einfließt, wird das gegensteuern dazu führen das es escalliert und der copter umkippt. laut deiner beschreibung ist das passiert.
bye woodym
sehr schöne Seite.
Werd mir diesen Wii-Copter auch basteln.
Hab schon fast alles bestellt, warte nur noch auf die Lieferung dann kanns los gehn.
Der Rahmen gefällt mir sehr gut, auch die Datei für die Leiterplattine.
Danke fürs einstellen dieser Dateien.
Wenn alles klappt werd ich den Rahmen heute noch fräsen.
Die Plattine werd ich dann auch fräsen, warte aber noch auf Material.
Das mit der Programmierung ist Neuland für mich, hoffe auf Hilfe wenn ich nicht zurecht kommen sollte.
Gruß
Jürgen
Würde mich sehr über Rückmeldung freuen.
http://myhangar.de/multi-wii-quadrocopter/wie-kalibriere-ich-meinen-copter/
@ MyHangar
Deine Anleitung "Wie Kalibriere ich meinen Copter" ist klasse, jetzt hab ich es auch kapiert. Es fehlt noch der Hinweis das es für V 1.7pre ist.
Deine Videos zum Software aufspielen und fürs GUI gefallem nir auch sehr gut.
Gruß Matthias
Ps. großes Lob an Wolfram für diese tolle Seite.
kann mich dem nur anschließen, tolle Anleitung @MyHangar.
Matthias, ist es bei der V 1.7 nicht mehr nötig den Copter vor jedem Start zu Kalibrieren?
Murkelcopterrah men ist gefräst und auch schon zusammen gebaut.
Hat alles bestens gepasst, macht auch nen recht stabielen und ist dabei sehr leicht.
Morgen werd ich dann das Bord fräsen und mich ans verlöten der Teile wagen.
Leider fehlen mir noch die Motoren und Regler.
Fürs aufspielen der Software werden diese ja nicht gebraucht.
Gruß
Jürgen
ich Kalibriere mein Copter nicht vor jedem Start. Die Werte vom Kalibrieren bleiben ja gespeichert.
Gruß Matthias
Muß man also nicht jedes mal machen das mit dem kalibrieren.
Hab gestern die Platine gefräst, da ich keinen Gravurstichel hatte mußte ein 0,8er Fräser diese Arbeit erledigen.
Ging recht gut, hab dann am Abend das Bord gelötet.
Ist schon ganz schön fummelig die 4 Drähte an die kleine Wii - Platine zu
löten.
Die Arduino Software hab ich dann gestartet und MultiWii V 1.6 nach Anleitung eingestellt und auf das Bord geladen.
Ging auch recht gut und ohne Fehlermeldung.
Jetzt komm ich aber nicht weiter, wie geht das mit der Konfigeinstellu ng.
Wie komme ich auf die Anzeige wo man die Kurven sehn kann wenn das Bord bewegt wird?
Ist für mich Neuland, weiß nicht ob ich da noch irgend was übersehn hab.
Hoffe auf Hilfe,
danke
Gruß
Jürgen
Um die Platine auf Funktion zu testen, muß man die MultiWIi-PC Software starten, das Kabel über den USB-Adapter verbinden und dann den COM-Port einstellen. Nun den START-Button drücken und die Software verbindet sich. Wenn man nun das Board bewegt, sollten sich die Linien bewegen.
danke, hatte ich alles getan.
Ging trotz aller Versuche nicht.
Kam dann auf die Idee mal ein anderes USB-Kabel zu benutzen und schon funzte es so wie es sollte.
Hab jetzt alles bis auf den Nunchuk am laufen, warte jetzt sehnsüchtig auf meine Motoren und Regler.
Morgen möchte ich den Nunchuk anschließen, hat da vieleicht noch jemand nen Tip für mich ist ja schließlich ziemlich filigran was da zu löten ist.
Gruß
Jürgen
ich ziehe meinen hut vor euch, wirklich irre.
Kompliment an euch, eine wirkliche sehr informative Seite habt ihr hier aufgebaut. Meine Teile die ich bestellt habe trudeln auch so langsam alle ein. Da dies aber mein erster Quadrocopter ist, habe ich noch eine Frage bezüglich des Stromverteilers .
Auf euren Bildern erkenne ich, dass ihr die Regler auf einem Streifen Platinenmateria l verlötet. Aber wie/wo schließt ihr den Akku an? Ich sehe nur 4 Löcher..
Sorry für meine Unwissenheit, ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Vielen Dank und schöne Grüße,
Max
die Löcher, die du auf den Bildern siehst, sind nur für die Regler bestimmt.
Auf der Platine sieht man, dass noch Platz für den Akku-Anschluss ist.
Zwei Bilder weiter unten, wird gezeigt, wie das Kabel herausgeführt wird. Dieses Kabel wird auf die Platine aufgelötet.
Viel Spaß beim Nachbauen und bei Fragen einfach melden.
Grüße
André
Nunchuck ist dran und funzt
Warte immer noch auf meine Motoren und Regler.
Konnte gestern den fertig gebauten WiiCopter eines Modellfreundes bewundern und Probefliegen.
Absolut beeindruckend, fliegt sehr gut, nur an die schwierige Fluglageerkennu ng muß man sich erst gewöhnen.
Gruß
Jürgen
Fliegt wirklich stabil! Noch ein kleiner Nachsatz: Mit dem BMA020 von ELV funktioniert bei mir jetzt alles, das Nunchuck ist wesentlich unzuverlässiger !
hab heute abend die ersten Hüpfer mit meinem Murkelkopter gemacht.
Mußte dann feststellen das der YAW- Kanal falsch herum reagierte.
Also im Sender umgestellt und dann funzte es.
Reagiert noch etwas sehr giftig, ist aber schon fliegbar.
Werd noch etwas mit den Einstellungen spielen bis es richtig passt.
Heut war es einfach zu windig um weitere Tests ohne Bruch zu machen.
Gruß
Jürgen
Heute war der ideale Tag zum Murkelkopter einfliegen.
Einen Dank an den Schöpfer dieser Seite, der Mukelkopterrahm en ist stabiler als es den Anschein hat.
Hab ihn beim einfliegen einmal sehr unsanft umgeworfen, hat ganz schön bums gemacht.
Kopter ist noch heile und fliegt jetzt so wie er soll.
Das mit dem Nunchuk kann ich bestätigen, hätt ich mir sparen können.
Fliegt sich besser ohne dieses Teil.
Gruß
Jürgen
hab als Etechnikstudent auf dem Gebiet zwar nicht die Erfahrung aber mit der Beschreibung und dem verlinktem Wissen werde ich das auch mal angehen. War schon immer scharf aufn Quadrocopter. Mit deiner beschreibung ist son ding auch für mein budget umsetzbar.
Ich muss nur mal meinen Spezi anhauen ob er mir die Teile fräsen kann. Er arbeitet in ner Lehrwerkstatt und ich hoffe die haben Fräsen für diese größe.
Hab von Fräsereien usw null Ahnung aber mit dienen gegebenen Daten sollte es irgendwie machbar sein.
Danke das du hier alles so toll dokumentierst. generell hat deine Seite sehr viele gute und nützliche Tipps und Projekte.
Grüße
Max
ist euch bei der Beschriftung der Platine ein Fehler unterlaufen oder täusche ich mich da?
http://www.flugwiese.de/images/stories/projekte/copter/platine_oben.png
"GRN" bis "BLK" ist verdreht.
Gruß, Sven
Habe das Bild soeben korrigiert. Jetzt ist alles richtig.
Danke für den Hinweis
Zunächst einmal, eine wirklich geniale und informative Seite.
Hätte aber mal ne Frage:
Bin gerade bei der Auswahl der Motoren.
Regler hab ich schon ( Turnigy Plush 18 )
Da meine bevorzugten Motoren leider noch immer nicht lieferbar sind ( genau wie die im Murkelcopter verbauten: Hobbyking 20-28M ), würde mich interessieren, was sie von diesen hier halten:
http://www.giantcod.co.uk/keda-thumrun-282632-outrunner-brushless-motor-p-403660.html
Würden diese wohl ebenso funktionieren ?
Ggf.auch mit größeren Propellern (9*4.7 oder 10*4.7) ?
Vielen Dank und weiter so, freu mich auf Neuigkeiten hier auf der Seite.
Dirk
http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=2112
Ich denke dass der oben genannte Motor von giantcod.co.uk auch sehr gut gehen wird - die Leistungsdaten auf der Homepage schauen gut aus und sind mit dem KDA nahezu identisch.
Für etwas mehr Power (und größere Props) würde ich den hier empfehlen:
http://www.giantcod.co.uk/keda-thumrun-283022-outrunner-brushless-motor-p-403667.html
danke für die vielen Informationen zum Thema Copter. Habe mir hier so einiges 'rausgelesen'.
Zitat:
ACHTUNG: Die Programmierkart e von Turnigy funktioniert nur, wenn KEINE Motoren an den Regler angeschlossen sind. Also erst die Regler programmieren, dann die Motoren anstecken.
Zitat Ende
Bei diesem Punkt habe ich aber etwas Anderes festgestellt, Meine Regler Turnigy HK-HW20 lassen sich mit angeschlossenen Motor proggen, würde mir ja sonst der Sound entgehen bei Punkt 7 des Programmers.
gruß hubibubi
Stecke gerade mitten im Bau meines ersten kleinen Quadros.
Habe leider keine Möglichkeit den Rahmen zu fräsen, daher entsteht meiner aus Aluprofil.
Rahmen: 10x10x1 Alu, "Spannweite" 50cm
Centerplates: 1,5mm GFK
Motoren: Keda 20-28M
Regler: Turnigy Plush 18
Propeller: 8X4 (Gaui) oder 9x5 (Hobbyking)
Akku: weiss noch nicht...
Liege zur Zeit (Rahmen ist mit Reglern und Motoren bestückt) bei 485 gr.
Ist das zu schwer ???
Rahmen allein wog ca. 145 gr.
Wie schwer ist der Murkelcopter (abflugfertig ohne Akku) ???
Vielen Dank
Dirk
danke und lg
----------------
Klaus
erst einaml super Arbeit die Du Dier hier gemacht hast !! RESPEKT
Ich würde gerne die Platiene fräsen, kann aber leider nicht die DXF bzw. die PLT Datei nutzen.
Kann ich evtl. Deine Eagle Datei bekommen, dann exportiere ich mir die Daten in meinen Postprozessor und erzeuge mir dann den nötigen G-Code selber.
Ich arbeite mit Mach3 von Artsoft
Vielen Dank und Tschüß
Michi
Ein Tipp zum Arduino. Es gibt den Arduino Nano 3.0 mit integriertem FT232 Chip und Mini-USB Stecker. Er ist über Ebay von Hongkong für 15,50 EUR inklusive Versand zu haben. Ich habe davon schon 2 Stück eingesetzt.
Grüße, Rudolf
TOP Bauanleitung - Danke
!!! ABER VORSICHT - DAS BILD DER ANSCHLUSS NUMMERN VON DEN REGLERN STIMMT NICHT !!!
Gruss, Andreas
Bitte mal eine klare Info. Danke
Wenn die Nummerierung der Anschlüsse von Multiwii genormt ist?
Dann passt diese NICHT z.B. mit dem Warthox Board nicht zusammen!
Deine Gegenfrage verstehe ich leider immer noch nicht. Bitte nicht in Rätseln sprechen.
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