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Multiplex MPX Twinstar 2

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Multiplex MPX Twinstar 2
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Nachdem die letzte meiner ersten Twinstar-Modelle durch einen mißglückten Fallschirmabwurf zerstört wurde, war es Zeit einen Nachfolger zu beschaffen. Auch für den Lehrer-Schüler-Betrieb ist so ein einfach zu steuerndes Querruder-Modell unverzichtbar. Also wurde wieder eine TwinStar - jetzt in der neuen Version 2 - gekauft. Die wichtigsten Unterschiede der neuen MPX Twinstar 2 zur "alten" Twinstar Version 1:

  • Das Material ist jetzt Elapor und vor allem endlich in weiß - was die individuelle Farbgebung sehr erleichtert
  • Der Aufbau ist ganz ohne Holzteile, stattdessen werden einen Reihe von Spritzguß-Kunststoffteilen aus ABS eingesetzt
  • Die Konstruktion ist noch durchdachter, was die Bauzeit nochmals reduziert. Mit ein bischen Erfahrung kann man die Maschine in ca. 3-4 Stunden zusammenbauen

Nachfolgend also mein Bericht von der neuen Multiplex TwinStar 2. Dabei möchte ich meine Erfahrungen beim Bau und beim Fliegen weitergeben. Ein Flugvideo von der Twinstar gibt es natürlich auch - auf der nächsten Seite ganz unten beim Flugbericht. An Ende gibt es auch noch einen Absatz mit meinen Langzeiterfahrungen - hier werden die kleinen Schwächen des Modells nach zahlreichen Flügen innerhalb der letzten 3 Jahre Einsatz sichtbar.

Technische Ausstattung:

Das Modell wird von mir derzeit mit folgender Ausstattung geflogen:

  • Empfänger Graupner C-19 (aus der alten Twinstar)
  • Regler Schulze SLIM35be (aus der alten Twinstar)
  • Original Bürsten-Motoren PERMAX 400 / 6V mit Günther-Props
  • 4 Servo Multiplex TINY-S (baugleich mit HITEC HS-81)
  • Akku 8 Zellen GP-3300 NiMH Sub-C

Jetzt geht es erst mal mit dem Baubericht los:

Nach dem Auspacken kommt eine Menge sehr sauber gearbeiteter Formteile aus Elapor-Schaum (eine Art von EPP-Schaum) zum Vorschein. Es ist nur geringe Nacharbeit (Schneiden der Scharnierschlitze) erforderlich. Die mitgelieferte Bauanleitung ist sehr ausführlich und beantwortet fast alle Fragen. Daher sollen die folgenden Bilder vor allem "Appetit" machen,  das Modell zu bauen. So kann sich jeder eine Vorstellung machen, was Ihn erwartet. Die beigepackten Kleinteile sind von guter Qualität und ohne Einschränkung empfehlenswert. Insbesondere das rote Klettband ist erstklassig - sehr haftfreudig!


Zum Bau des Modells fehlt wirklich nur Sekundenkleber, Aktivatorspray und ein wenig Heißkleber.
Das mitgelieferte Antriebsset besteht aus dem Kabelbaum, Motorträgern sowie Bürstenmotoren (Permax 400 6V) inklusive der benötigten Luftschrauben - die "berühmten" Günther-Props.
 
Als erstes habe ich die Flächenaufnahmen zusammengesetzt. Mit einer Flachzange kann man die prima zusammenpressen. Dann mit einem(!) Tropfen Sekundenkleber zusammenkleben, welchen man auf die Schlitze der Führung tropft. Nichts ins Gewinde bringen, sonst werden die Dinger unbrauchbar und müssen mit einem Gewindschneider mühsam nachgeschnitten werden.

Als Servos habe ich die Multiplex TINY-S benutzt, die ich gerade noch rumliegen hatte. (Diese sind übrigens mit den HITEC HS-81 baugleich). Wenn man die beim Servo mitgelieferten I-Hebel (hier grün umrandet) auf einer Seite abzwickt und den Anlenkungsdraht in die äußerste Bohrung steckt, passen hinterher die Ausschläge ganz perfekt.

  

Wichtiger Hinweis: Beim Einkleben der Bowdenzughüllen in dem Rmpf unbedingt alles komplett einfädeln und erst dann festkleben. Nur der Stahdraht muß beweglich bleiben! Ich hatte zuerst nur die Außenhüllen eingeklebt und wollte dann den Rest einfädeln - was dann ein Riesengefummel wurde. Dann wird das Servo mit ein wenig "Heißkleber" in die Rumpfhälften eingeklebt. Da die HITEC Gehäuse aus temperaturstabilem Material sind kann man diese direkt einkleben, ein Umwickeln mit Gewebeband wie bei den "alten" MSX-Servos ist nicht nötig.

Da ich mehrmals nach dem Vorgehen beim Zusammenkleben der Rumpfhälften gefragt wurde: Man besorgt sich Maler-Kreppband (z.B. TESA-Krepp aber das billige tuts auch) im Baumarkt. Davon ca. 6 Stücke mit je 20cm Länge vorbereiten und an die Tischkante kleben. Dann den Rumpf trocken zusammsetzen und testen ob alles einwandfrei paßt. Anschließend den Rumpf auf einer Seite mit reichlich mitteldickem Sekundenkleber bestreichen - KEINEN Aktivator nehmen - dann Rumpf zusammensetzen und nun Vorne, Hinten und in der Mitte jeweils mit den vorbereiteten Kreppbandstücken umwickeln und so fixieren. Dann in aller Ruhe den Sekundenkleber aushärten lassen - dauert maximal 10 Minuten. Fertig!

Auch beim Einkleben des Seitenruders in den Rumpf sollte man auf Aktivatorspray verzichten! Man braucht ein Weilchen bis man die Seitenfinne in den Rumpf vollständig reingedrückt hat. Würde man Aktivator verwenden, wird der Kleber zu schnell hart und dann sitzt das Seitenleitwerk nicht bündig im Rumpf.
 
HINWEIS:In der Bauanleitung gibt es nur einen Fehler - der Gestängeanschluß des Seitenruderhorns muß nach unten montiert werden. Nach oben paßt der Anlenkungsdraht nicht. Leider habe ich das erst mach dem Aufkleben der Seitenruderfinne gemerkt...

Beim Versuch die mit Sekundenkleber gesicherte Schraube aufzudrehen, um die Montage zu ändern, ist der Gewindebolzen des Gestängeanschluß abgebrochen
Fazit: Das Ding besteht jetzt nur noch aus Alu - bei der alten Twinstar waren die noch aus Stahl. Meine Meinung: Da wurde eindeutig an der falschen Stelle gespart. Es wurde daher ein Graupner-Ersatzteil-Gestängeanschluß aus Stahl eingebaut - nach unten montiert, und es paßt es perfekt!



 

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